Was hinter dem Sommercamp steckt…

Ein derartiges Sommercamp bedeutet auch immer eine organisatorische Herausforderung.
So sind in Zusammenarbeit mit der Caritas, der Don Bosco Schule, der Erziehungsberatungsstelle, der Erich-Kästner Schule und weiteren sozialpädagogischen Einrichtungen die Kinder und Jugendlichen zur Teilnahme ausgewählt.

Ausgesuchte hoch qualifizierte Dozenten leiten die Workshops, Sozialpädagogen begleiten die Kinder im Kinderhotel durch die Nacht.

Ein Team von Mitarbeitern sorgt sich um das Wohl der Kinder und Dozenten und versorgt alle mit Frühstück, Getränken, Kindercappuccino, Kuchen… der Caterer liefert das Mittagessen und richtet das Abendbuffet her.

 

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Es ist SommercampZeit…

Es geht wieder los… das Aufwind Sommercamp 2014 beginnt.
Kurz vor 10 Uhr trafen die Kindes des diesjährigen Camps im Mobile Marktoberdorf ein. Nachdem das gesamte Gepäck für eine Woche Camp verstaut war, durchlief jedes einzelne der 20 teilnehmenden Kinder einen Parcours. Hinter jeder Stellwand verbarg sich ein anderer Hinweis auf die diversen Aktivitäten dieser Tage.

Nach einer Willkommensrunde ging es gleich los mit den Workshops. Im HipHopWorkshop wurden Bewegungsfolgen ausprobiert und geübt. Wie hier ging es auch im TrommelWorkshop sowie im ClownWorkshop um Rhythmus. In verschiedenen Szenen konnten sich die Kinder im TheaterWorkshop versuchen. Um die vielen Möglichkeiten der Farben zu erproben, begaben sich die Kinder in den MalereiWorkshop.

Nach dem stärkenden Mittagessen wurde das Angebot um den Stelzenlauf erweitert. Hier galt es zunächst einmal, sich in die Höhe zu trauen.. was allen Kindern wunderbar gelang.

Nun steht das Abendessen an. Anschließend werden die Kinder in der Blauen Stunde Gelegenheit haben, zu lesen, zu spielen, Musik zu spielen, in den Wald gehen… bevor es dann ins Kinderhotel geht… ein voller, ereignisreicher und spannender Tag geht dann zu Ende.

 

Aufwind im Museum

Am vergangenen Sonntag gings für die Kinder und Jugendlichen von Aufwind in die Pinakothek der Moderne sowie ins Museum Brandhorst nach München. Zusammen mit Studierenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg begaben sie sich auf die Spuren von Künstlern wie Cy Twombly und Wassily Kandinsky. Unter der Leitung der Dozentin an der Professur für Kunstpädagogik, Gerda Enk, konnten in der Designabteilung der Pinakothek der Moderne Objekte aus der Geschichte der Computerentwicklung bestaunt werden. Architekturmodelle und Fotografien beindruckten zudem.

Aufwind in der Pinakothek der Moderne und im Museum BrandhorstNachdem die Kinder und Jugendlichen derart begeistert vom Besuch der Museen waren, werden diesem ersten Schritt ins Museum sicher weitere folgen.

Der Extrawind geht los…

Um neun Uhr heute morgen kamen Aufwind-Kinder und Jugendliche aus den letzten vier Sommercamps zusammen. Nach dem großen Hallo zur Begrüßung und dem Kennenlernen der Studierenden gings los.

In verschiedenen Workshops arbeiteten die Kinder mit den Studierenden zusammen: Einige flochten Körbe, andere schöpften Papier, die nächsten schnitzten aus Seife kleine Skulpturen. Eine kleine Gruppe war auf der nahegelegenen Buchel unterwegs und startete ein kleines Landart-Projekt. Auch auf der Buche wurden auf Baumstümpfen kleine Burgen aus Ton gebaut. Gott sei Dank ist das Wetter gut…
Im Mobile nahmen einige Kinder am Improvisationstheater teil und drei Kinder nähten an der Nähmaschine Postkarten und Etuis…

Nun ist gegessen und nach einer kleinen Pause geht es in die zweite Runde.
Nachher mehr davon…

Die Vorbereitungen laufen…

Die Vorbereitungen zum nächsten Aufwind-Wochenenden laufen. Die Studierenden der Uni Würzburg sind im Mobile angekommen und bauen die unterschiedlichen Stationen für Samstag auf. Was die fast 30 Kinder und Jugendlichen morgen alles erwartet, wird nicht verraten… ein paar Hinweise finden sich allerdings in den Bildern.

Morgen mehr an dieser Stelle…

 

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Wind machen

Am Samstag, 28. Juni und Sonntag, 29. Juni findet wieder ein Aufwind-Wochenende statt. Dazu kommen Studierende der Kunstpädagogik von der Universität Würzburg ins Allgäu. Im Mobile arbeiten sie einen Tag lang mit Kindern und Jugendlichen, die schon einmal das Aufwind-Sommercamp besucht haben.

Am Sonntag fahren wir nach München und sehen uns dort Kunstwerke in den Pinakotheken an.

Wir werden an dieser Stelle über das >Wind machen< berichten. Als Follower sind Sie immer informiert.


 

 

Schmetterlinge im Radio

Damit Schmetterlinge fliegen lernen

Bayerischer Rundfunk berichtet über Aufwind-Feriencamp  2013

Marktoberdorf (10. Dezember  2013). Der Verein „Menschen im Aufwind“ fördert im Ostallgäu seit vier  Jahren die kreativen Fähigkeiten von Mädchen und Buben. Kulturfern  aufwachsende Kinder kommen mit Hilfe von Künstlern und Pädagogen in  Kontakt mit Trommeln und Malen, Pantomime und Theatermachen, Tanzen,  Zaubern, Stelzengehen…

Aufwind ist Vorbild. Gut für die Kinder. Vom Aufwind-Feriencamp 2013  berichtet der Marktoberdorfer Journalist Christoph Thoma jetzt im Bayerischen  Rundfunk. Die Sendung hat den Titel: „Damit Schmetterlinge fliegen  lernen – Aufwind-Feriencamp zeigt benachteiligten Kindern ihre Fähigkeiten“.  Sie läuft passend zu Weihnachten – dem „Fest der Kinder“ – am  Sonntag, 22. Dezember 2013, von 8.05-8.30 h auf Bayern 2 in der „Katholischen  Welt“.

Alle in der Marktoberdorfer Theaterschule mobilé für das vorbildliche  Projekt Verantwortlichen möchten, dass Kinder schlummernde Gaben wahrnehmen  und frei von Zwängen und Ängsten, dafür mit Freude und Fantasie,  ganz besondere Ferientage erleben. Zum Finale gab’s einen Abschlussabend mit bunter Show, gestaltet von den „Aufwind-Kindern“  für ihre Eltern und Geschwister.

Tagebuch, 4. September 2013

Mittwoch, der dritte Aufwind-Tag gilt als der „müde Tag“. Davon war erst einmal nicht viel zu spüren. Die Nacht war ruhig, nur ein Einzelner geisterte im Halbschlaf durch die weitläufigen Gänge. Verzweifelt suchte er die Toilette, die sich allerdings, sehr komfortabel, in seinem Zimmer befand. Doch nach dem Kinobesuch am Dienstagabend, die spannenden Abenteuer der Vorstadtkrokodile, waren alle Kinder so ausgeglichen, dass sie gleich eingeschlafen sind.
Gut erholt am Frühstückstisch, die Schmetterlinge futtern tüchtig. „Hier gibt es das beste Essen auf der Welt“. Dankbar, ordentlich wird alles aufgegessen. Viel Obst, der Apfelteller, … lecker! Ganz toll ist die Kindercappuccino-Pause, mit leckerem Kuchen, von dem manche nie genug bekommen. Wer so aktiv ist braucht viel Energie.
Denn das Tagesprogramm hat es in sich. Hip Hop ist nicht nur austoben mit Musik, da muss man ganze Choreografien lernen und sich auch noch merken können. Und da gibt es doch glatt noch welche, die immer noch mehr lernen wollen.
Durch die „grüne“ Tür wummert ein mitreißender Beat, alles selbstgemacht und dann auch noch dazu gerapt. Dem Gejohle der Mädels nach zu schließen, wird das bei der Aufführung ein Kracher. Rhythmus zu spontanen Wortkreationen „Weiß-bauch-ti-ger“, „Stink-tier-schwanz“.
Überhaupt „Worte“: Sprache sprechen, laut, verständlich, die Stimmung in die Stimme legen. Wenn Worte Bilder wachsen lassen, verblüffend spannend.
Und weil es woanders so viele Worte gibt, kommt das Theater mit ganz wenigen aus. Hier spielt das Gesicht, der Körper, und es dreht sich um Fragen wie: „Welches Gefühl steckt wo? Steckt die Wut im Bauch?“ Oder: „Wie erschrecke ich mich wirklich?“ Auch wenn da am Boden nur ein rotes Seidentüchlein liegt. Das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe ist wichtig, jeder muss aber auch für sich hinstehen lernen.
So wie beim Malen jeder für sich ist, wieder eine ganz andere Situation. Wunderbar wie ganz verschieden die Bilder sein können. Das hat sich zwar heute ein wenig verloren, als die Jungs sich gegenseitig anstachelten und nur noch Krieger malten. Doch auf die Konzentration und die Intensität mit der sie malten kommt es an. Mit Energie wird betrieben, wenn man machen darf, was man möchte. In der Kunst gibt es keine Tabus.

Ehrgeizig wird an den Programmen für die Aufführung gearbeitet. Schwierig sind manche Geheimnisse der Zauberkunst nachzuvollziehen. „Wie macht der das?“ Ein ganz großes Fragezeichen steht im Raum. Und gar nicht zimperlich darf man für manche Nummern der Zirkusartistik sein. Nix für schwache Nerven ist auch die Stelzenlauferei. Ganz schön mutig, unsere Schmetterlinge. Das aufgeregte Geschnatter weicht auch mal glücklicher Zufriedenheit über das Geschaffte. Zutraulich flattern Schwärme durch die Räume, spielen drinnen, draußen … schnuppern, unter strahlender Sonne, Höhenluft auf Stelzen.
In der letzten Stunde wird noch mal voll aufgedreht, das letzte Aufbäumen, weil einige doch ganz schön müde sind nach so einem prallvollen Tag. Und auch das war heute zu hören: „Ich freu mich schon auf Zuhause, ich hab Sehnsucht nach der Mama.“ Auch schön!

Und nach dem Abendessen, während ich das schreibe und mich am liebsten hinlegen würde, sausen die schon wieder, wie die Wilden, im Tanzraum herum. Bewundernswert, die Energie die Kinder haben.

Morgen wird es noch mal richtig spannend

Tagebuch, 3. September 2013

Pünktlich wie die Maurer trafen unsere Schmetterlinge heute Morgen zum ersten Aufwindfrühstück ein. Bei Kindercappucchino und Nutellasemmel konnte der Tag vergnügt starten. Mit „Nossa Nossa“ heizte nun Svitlana ordentlich ein. Die Jungs und Mädels gaben beim Tanzen alles und somit wurde auch das letzte bisschen Morgenmüdigkeit abgeschüttelt. Nach dieser sportlichen Einstimmung ging es in den drei bereits gestern gebildeten Gruppen weiter zum Unterricht.

„Unterricht?!?! Das is ja wie Schule…. (nach kurzem Überlegen) .. Nur besser!“

Auch heute lag wieder Magie in der Luft. Beim Zaubern konnten sich die jungen Lehrlinge einige Tricks von Altmeister Alexander abschauen, mit denen sie nicht nur am Donnerstag beim großen Spectaculo Furioso auftrumpfen, sondern wohl auch in Zukunft viele in Erstaunen versetzen werden.
Mit zwanzig Zwanziglingen, Elfriedes sehr emotionalem Erdmännchen und Agusine, der Azubine in der Altkleidersammlung ging es bei Julia im Sprechunterricht weiter. Die Kinder feilten hier eifrig an ihrem Auftrittstext und ihrer Zungenfertigkeit. Auch ganz neue Wortschöpfungen waren möglich („Definition ‚agnorant’: Ein Mensch, der sowohl ignorant als auch arrogant ist“)

„Der Elefant ist extrem erdbeerrot.“

Nicht der Mund, sondern der gesamte Körper kam bei Svitlana auf seine Kosten. Nicht nur die Mädchen hatten Spaß sich beim Hip Hop zu coolen Rhytmen zu bewegen und so wurden mit Begeisterung neue Choreographien einstudiert. Verschwitzt, glücklich und auch ein wenig stolz über den heutigen Fortschritt kamen die Kinder aus dem „gelben Raum“, dem Tanzraum.
Wer in Ruhe und vor Allem ohne lästige Mitleser sich die neueste Tageszeitung zu Gemüte führen wollte, hatte es im „blauen Raum“ beim Theaterunterricht mit Monika und Annette schwer. Hier wurde getrickst und gespitzelt was das Zeug hielt. Auch kleinere Auftritte, bei denen es auf Präsenz und ein sicheres Auftreten ankam wurden absolviert. Nicht vergessen: die Verbeugung zum Schluss.
Schluss jedoch, war noch lange nicht. Nach einem feinen Mittagessen, bei dem die Energiereserven wieder aufgefüllt werden konnten, wurde bei Michael fleißig weiter geübt. Auf Stelzen stolzierten die jungen Akrobaten über den Parkplatz und nach und nach wurden immer weniger helfende Hände benötigt. Fast von allein ging es in windiger Höhe über den Asphalt.
Der Untergrund wechselte von Stein zu Papier. Auf großen Bahnen konnten sich die Kinder gegenseitig ihre Umrisse mit Bleistift nachzeichnen. Mit viel Hingabe und ein wenig Hilfe von Gitta nahmen die schemenhaften Figuren dann immer mehr Gestalt an und wurden zu bunten Wesen. In der Malschule ist der Fantasie keine Grenze gesetzt und getreu diesem Motto wurde sich in die Farben gestürzt, ausprobiert und vielleicht auch ein wenig zur Ruhe gekommen.
Ruhig bleiben, das war das Stichwort um die Fakir-Rituale im Zirkusunterricht zu meistern. Auch als „Basis“ für die Menschenpyramide war es von Vorteil, still halten zu können. Das klappte hervorragend und so konnte fleißig gebaut und aufgetürmt werden. Zirkuslehrer Alexander war hochzufrieden mit seinen „Architekten“.

Mittlerweile ging der Tag auch schon langsam dem Ende entgegen und die Stärkung, die Remig Lutz vorbeibrachte, tat richtig gut. Begrüßt wurde er dabei sogar mit Gesang.
Richtig spannend wurde es dann noch mal als die „Großstadtkrokolide“ über die Leinwand flimmerten. Der gemeinsame Ausflug in die Filmburg Marktoberdorf bildete den Abschluss und somit das „Sahnehäubchen“ für diesen tollen zweiten Aufwindtag.
Mit den „Nachtfaltern“ und vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen ging es dann ins Aufwind-Nachtlager, unser „Kinderhotel“.

„Bei Aufwind gehen Wünsche in Erfüllung. Ich hab mir am Montagmorgen gewünscht, dass Hannah und Teresa meine Freundinnen sind und jetzt sind sie es wirklich. Eigentlich trau ich mich so was nicht, aber dann hab ich sie einfach gefragt.“ (Anna-Lena, 10 Jahre )